Unsere Angebote der Ferienakademie, des COM-LAB-BIO, im Gläsernen Labor des Deutschen Hygienemuseums sowie des Umweltpädagogischen Unterrichts UPU für Dresdner Kinder und Jugendliche.
Die Anforderungen an Feuerwehrleute und Krisenmanager wachsen stetig, während traditionelle Ausbildungsformate oft risikobehaftet, teuer und schwierig standardisierbar sind. Das Projekt SAFAR setzt an dieser Stelle an und nutzt immersive Technologien (Virtual Reality, Augmented Reality, 360°-Videos), um realitätsnahe, sichere und ressourcenschonende Trainingsszenarien zu schaffen. Aufbauend auf vorherigen Projekten wie „FightARs“ und im Einklang mit der europäischen Digitalisierungsstrategie im Bildungsbereich (Digital Education Action Plan) adressiert SAFAR den wachsenden Bedarf an digitalen Kompetenzen bei Ausbildern.
Ziele des Projekts Das übergeordnete Ziel von SAFAR besteht darin, die Ausbildung im Bereich Brandbekämpfung und Krisenmanagement nachhaltig zu verbessern und dabei gleichzeitig die Risiken und Kosten traditioneller Trainingsmethoden deutlich zu reduzieren. Durch den Einsatz innovativer immersiver XR-Technologien sollen sowohl die Lernenden als auch die Ausbilder in der beruflichen Weiterbildung von realitätsnahen und praxisorientierten Trainings profitieren.
Ganz konkret strebt das Projekt an, bestehende Trainingsstandorte umfassend mit immersiven Technologien wie Virtual Reality, Augmented Reality und 360°-Videos auszustatten. Damit sollen Ausbilder befähigt werden, zukünftig eigenständig digitale Trainingsszenarien zu konzipieren, umzusetzen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ein weiteres wesentliches Ziel ist es, die derzeitigen Risiken bei realen Trainingsübungen deutlich zu minimieren, gleichzeitig aber auch die finanziellen Belastungen zu senken, die mit traditionellen Einsatzübungen verbunden sind. Infolge dieser Maßnahmen soll sich insgesamt die Qualität und Effizienz der Trainings erheblich erhöhen, was langfristig zu einer besseren Einsatzvorbereitung und Sicherheit der Einsatzkräfte beiträgt.
Besonders innovativ ist das Projekt durch seine Kombination aus technologischer Neuheit und pädagogischem Ansatz: Es werden nicht nur kostengünstige und leicht zugängliche immersive Trainingslösungen geschaffen, sondern es wird zudem erstmalig das Konzept der „Digital Transformation Coaches“ eingeführt. Diese Coaches fungieren als Multiplikatoren und sorgen dafür, dass das Potenzial digitaler Technologien systematisch und nachhaltig in den Aus- und Weiterbildungseinrichtungen verankert wird.
Arbeitsschritte / Methodik Das SAFAR-Projekt gliedert sich in mehrere Phasen, die einen systematischen und praxisnahen Ansatz verfolgen. Zunächst erfolgt eine umfassende Analyse der Bedarfe und Voraussetzungen an den Ausbildungsorganisationen durch gezielte Umfragen und vertiefende Interviews. Darauf aufbauend entwickelt SAFAR eine umfassende Trainings-Roadmap sowie ein Qualifizierungsmodell für die Ausbildungseinrichtungen, um die Implementierung digitaler Technologien klar zu strukturieren und pädagogisch abzusichern.
In einer weiteren wichtigen Phase entstehen insgesamt 30 maßgeschneiderte XR-Trainingsszenarien, die verschiedene realistische Einsatzlagen für Feuerwehr und Krisenmanagement widerspiegeln. Diese Szenarien werden anschließend intensiv in der Praxis getestet und evaluiert, um deren Praxistauglichkeit und pädagogische Effektivität zu gewährleisten. Hierbei spielt insbesondere die direkte Einbindung von Ausbildern, Trainern und Entscheidungsträgern eine wesentliche Rolle: Sie werden nicht nur befragt, sondern aktiv an der Erstellung und Validierung der Szenarien beteiligt.
Erwartete Ergebnisse Im Rahmen von SAFAR werden konkrete und praxisnahe Ergebnisse entwickelt, welche die Aus- und Weiterbildung im Bereich Feuerwehr und Krisenmanagement entscheidend modernisieren. Dazu gehören insbesondere ein Trainingsqualifizierungsmodell und eine strategische Roadmap zur digitalen Transformation, die Ausbildungsorganisationen dabei unterstützen, immersive Technologien erfolgreich zu integrieren. Zusätzlich wird ein umfassendes Trainingshandbuch entstehen, das Trainern konkrete Anleitungen und Hilfestellungen bei der Anwendung der neuen digitalen Methoden bietet.
Als Kernstück des Projekts wird eine umfangreiche Datenbank mit insgesamt 30 hochwertigen, XR-angereicherten Trainingsszenarien aufgebaut, die eine breite Palette realistischer Einsatzsituationen abdecken. Begleitet werden diese Szenarien von einem Lernvideo-Portfolio, welches ergänzende audiovisuelle Hilfestellungen bietet. Die Erfahrungen und Ergebnisse des Projekts fließen zudem in wissenschaftliche Publikationen und Best-Practice-Leitfäden ein, um die Erkenntnisse nachhaltig und breitenwirksam zugänglich zu machen.
Qualitativ verspricht das Projekt eine spürbare Stärkung der digitalen Kompetenz der beteiligten Ausbilder sowie eine verbesserte und effizientere Ausbildung für Einsatzkräfte. Durch die Anwendung von XR-Technologien werden die Trainingskosten sowie das Verletzungsrisiko der Teilnehmenden reduziert, während die Qualität und Praxisnähe der Übungen deutlich gesteigert werden.
Langfristig bieten die Projektergebnisse ein hohes Transferpotenzial: Alle Inhalte stehen als offene Bildungsressourcen (OER) dauerhaft zur Verfügung und können so auch auf andere Branchen (z. B. Sicherheitsdienst, Katastrophenschutz, Bauwesen) übertragen werden. Die geschaffenen Digital Transformation Coaches wirken langfristig als Multiplikatoren für die digitale Transformation in der beruflichen Bildung und sorgen so für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Trainingsstandards.
SAFAR - Transnationales Projekttreffen in Vilnius März 2025
SAFAR - Transnationales Projekttreffen in Vilnius März 2025
Am 6. März 2025 fand ein intensives Arbeitstreffen zu den Arbeitspaketen WP2 und WP3 des SAFAR-Projekts statt. Im Fokus standen die Weiterentwicklung des Qualifikationsmodells, erste Schritte zur Modulstruktur sowie die Vorbereitung der geplanten Testphase im Frühjahr. Für WP3 wurde der Stand der Umfragen evaluiert – die Befragung von Entscheidungsträgern ist abgeschlossen, eine zweite Runde für Trainerumfragen folgt im Herbst.
Neben organisatorischen Punkten wurde über Technik und Materialien gesprochen, die vor Ort benötigt werden.
SAFAR - Transnationales Projekttreffen in Dresden November 2024
SAFAR - Partnertreffen in Dresden: Austausch zu Trainingsleitfaden, Verbreitungsstrategien und Projektzielen
Vom 6. bis 8. November 2024 fand an der SBG Dresden das nächste SAFAR-Projekttreffen statt. Projektpartner aus verschiedenen Ländern kamen zusammen, um zentrale Arbeitspakete weiterzuentwickeln und gemeinsame Ziele abzustimmen.
Im Fokus standen insbesondere der Trainingsleitfaden (Work Package 2), didaktische Roadmaps sowie die Weiterentwicklung der AR-/VR-basierten Lernszenarien im Rahmen von Work Package 3. Ergänzend diskutierten die Teilnehmenden Strategien zur Verbreitung und Nachhaltigkeit der Projektergebnisse (Work Package 4) und produzierten erste Inhalte für einen begleitenden Podcast.
Neben dem intensiven fachlichen Austausch bot das Treffen auch Raum für kulturelles Programm und persönlichen Dialog – ein gelungener Schritt zur weiteren Stärkung der Zusammenarbeit im REX-VET-Projekt.
SAFAR - Transnationales Projekttreffen in Pardubice Januar 2024
SAFAR - Transnationales Projekttreffen in Pardubice Januar 2024
Beim jüngsten SAFAR-Projekttreffen wurden wichtige nächste Schritte für die Arbeitspakete WP2 und WP3 definiert. Besonders im Fokus stehen die Entwicklung von 360°-Lernszenarien, ein gemeinsames Begriffsverständnis für Meetings sowie die Erstellung von Trainingsmaterialien (Remote Assist, Guides, 360°-Inhalte und die SAFAR-App).
Die Partner erstellen eigene Videostatements, erste Fragebögen für Trainer sind in Planung, und das finale Projektlogo (Variante 6) wird nun für alle Formate angepasst. Für WP3 werden Szenarien in mehreren Sprachen ausgearbeitet, ergänzt durch passende Unterrichtspläne. Eine zentrale XR-Trainingsplattform wird entstehen, auf der die Materialien öffentlich zugänglich sind. Parallel startet die technische Entwicklung der SAFAR-App, deren Testphase für März 2025 vorgesehen ist.
Ein besonders wichtiger Punkt: Die Bedeutung von 360°-Technologie soll in einem eigenen Training vermittelt werden – inklusive Software- und Anwendungserläuterungen. Insgesamt wurde deutlich, dass das Projekt nun in eine klare Umsetzungsphase geht, mit konkreten Deadlines, Zuständigkeiten und einer gemeinsamen Vision.
Das SAFAR-Projekt wird von einem starken europäischen Konsortium aus sechs Partnerorganisationen getragen. Jede Institution bringt spezifische Expertise und klare Verantwortungsbereiche ein, um den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Projekts sicherzustellen:
Federführende Einrichtung (Projektkoordination):
Střední průmyslová škola chemická Pardubice (Tschechische Republik) Eine traditionsreiche chemische Fachoberschule, die zugleich über Expertise im Brandschutz verfügt und langjährige Erfahrung in der Durchführung internationaler Bildungsprojekte mitbringt.
Projektpartner:
Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH – SBG (Deutschland) Trägt ihre Kompetenz in medienpädagogischen Methoden sowie in der Entwicklung und Nutzung von digitalen Bildungsmedien (AR/VR) bei. Verantwortlich für die Koordination und Umsetzung des Qualifizierungsmodells und der digitalen Transformations-Roadmap.
S.C.P. SERV LIMITED (Zypern) Schulungszentrum mit besonderer Expertise in der technischen und pädagogischen Ausbildung. Bringt tiefgehendes Know-how im Bereich immersiver Technologien (Virtual und Augmented Reality, IoT, KI) sowie in Lernmanagementsystemen ein. Federführend bei der Entwicklung und Erprobung der immersiven Trainingsszenarien.
Ugniagesių gelbėtojų mokykla (Litauen) Einzige spezialisierte Feuerwehrakademie Litauens, erfahren in der Aus- und Weiterbildung von Feuerwehrpersonal und Krisenmanagern. Diese Institution ist spezialisiert auf die praxisnahe Umsetzung und Testung der entwickelten XR-Szenarien und betreut insbesondere die Pilotierung der immersiven Lösungen.
Žilinská univerzita v Žiline (Slowakei) Universität mit Schwerpunkt Sicherheitstechnik, Krisenmanagement und Brandverhütung. Diese Einrichtung besitzt umfangreiche Erfahrungen aus Vorgängerprojekten („FightARs“) im Bereich interaktiver holografischer Trainingsszenarien und übernimmt im Projekt die konzeptionelle Gestaltung sowie wissenschaftliche Begleitung der XR-Trainingslösungen.
Stichting XR Effect Foundation / CrisisSim (Niederlande) Stiftung mit ausgewiesener Forschungs- und Praxiserfahrung im Bereich immersiver Technologien und Computersimulationen für Rettungsdienste. Verantwortlich für die Qualitätssicherung, Evaluierung und wissenschaftliche Validierung der im Projekt entwickelten Lösungen.
Eckdaten und Links zur Projektwebsite und weiteren relevanten Ressourcen
Projektlaufzeit:
01.12.2023 – 30.11.2026
Förderprogramm:
Erasmus+ (KA220-VET – Cooperation partnerships in vocational education and training)
Die chemische Industrie Europas steht derzeit unter einem doppelten Veränderungsdruck. Einerseits verlangt der Weg zur Klimaneutralität energie- und ressourcenschonende Verfahren, andererseits zwingt die fortschreitende Digitalisierung zu neuen Arbeits- und Produktionsformen. Hinzu kommen die Vorgaben der europäischen Kreislaufwirtschaft sowie der Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit, die strenge Anforderungen an sichere und nachhaltige Stoffe stellen. Diese gleichzeitigen Herausforderungen treffen auf eine Branche, die bereits mit hohen Energie- und Rohstoffpreisen, intensiver Regulierung und einer Auslastung von nur rund 74 Prozent ihrer Anlagen ringt. Werden Qualifikationen und Kompetenzen nicht gezielt weiterentwickelt, drohen Innovationsstau und Wettbewerbsnachteile. Genau an diesem Punkt setzt ChemSkills an. Das Vorhaben vereint 35 Partner – unter anderem die SBG Dresden – aus Industrie, Forschung, Bildung und Sozialpartnerschaft, um eine gemeinsame Qualifizierungsstrategie für den Sektor zu entwerfen. ChemSkills versteht sich als Modellprojekt („Blueprint“) und steht im Einklang mit wesentlichen EU-Programmen wie dem European Green Deal, dem Paket zur Kreislaufwirtschaft und dem Pakt für Kompetenzen. Ziel ist es, eine europaweit abgestimmte Grundlage zu schaffen, mit der Betriebe, Berufsbildungseinrichtungen und Hochschulen ihre Aus- und Weiterbildungsangebote schnell und praxisnah an die neuen technischen, ökologischen und digitalen Anforderungen anpassen können. Langfristige Leitidee ChemSkills entwickelt eine belastbare Kompetenzstrategie, die den Wandel der chemischen Industrie hin zu Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung dauerhaft unterstützt. Damit schafft das Projekt eine gemeinsame Grundlage für Ausbildung, Qualifizierung und Personalentwicklung in ganz Europa. Meilensteine bis August 2027
Mindestens fünfzig grüne und digitale Schlüsselkompetenzen werden ermittelt, als Kompetenzkarten beschrieben und eindeutig in die europäischen Referenzsysteme ESCO und Europass eingeordnet.
Zwölf neue Berufsprofile – vom Facharbeiter- bis zum Promotionsniveau (EQF 3–8) – werden ausgearbeitet, europaweit abgestimmt und in modernisierte Ausbildungs-, Fort- und Studiengänge überführt.
Ein Weiterbildungsangebot mit mehr als dreißig frei nutzbaren Lernbausteinen entsteht. Es deckt sowohl Online-Module als auch virtuelle Labor- und Produktionsszenarien ab und lässt sich flexibel nach Qualifikationsstufe kombinieren.
Mindestens 2 000 Teilnehmende – davon ein Viertel aus kleinen und mittleren Unternehmen – durchlaufen die Pilotkurse und liefern praxisnahe Rückmeldungen zur Wirksamkeit.
Besonderer Mehrwert Alle Kompetenzbeschreibungen, Berufsprofile und Lernmaterialien werden in einem klar strukturierten Kompetenzgerüst verknüpft. Dieses Gerüst stellt sicher, dass Branchentrends, Qualifikationsanforderungen und Lerninhalte logisch aufeinander aufbauen und sich bei Bedarf problemlos anpassen oder erweitern lassen. Die enge Anbindung an das europaweite DRIVES-Rahmenwerk erleichtert zudem den Austausch mit benachbarten Industrien und reduziert Entwicklungsaufwand. Virtuelle-Realität-Trainings ermöglichen realitätsnahe Übungssituationen bei höchster Arbeitssicherheit und bringen neueste Lerntechnologien unmittelbar in die berufliche Praxis. Arbeitsschritte / Methodik
Erhebung des Kompetenzbedarfs Literatur- und Quellenrecherchen, Trendanalysen sowie Delphi-Befragungen zeichnen ein detailliertes Bild der heutigen und künftigen Qualifikationslücken – sowohl im Gesamtsektor als auch in den sechs Teilbereichen Kunststoffe, Verbraucherchemikalien, Düngemittel, Kautschuk, Pharma und Petrochemie.
Aufbereitung in Kompetenzrahmen Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Kompetenzkarten (Skills Cards), Matrizen und Berufsprofile überführt und eindeutig ESCO- beziehungsweise Europass-Zuordnungen zugewiesen.
Entwicklung praxisnaher Lernangebote Hochschulen, Berufsbildungseinrichtungen und Unternehmen erarbeiten gemeinsam modulare Lehr- und Lernbausteine. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf VR-gestützten Labor- und Produktionsszenarien, die sich nach EQF-Stufen flexibel kombinieren lassen. Ein Leitfaden „Grün-Digital-Zwilling“ unterstützt Lehrkräfte bei der Umsetzung.
Erprobung und Bewertung In Betrieben, Berufsbildungs-Centern und Hochschulen – in Deutschland vor allem in der SBG – werden die Lernangebote getestet. Der Lernerfolg wird sowohl durch Selbsteinschätzung der Teilnehmenden als auch durch externe Fachbewertungen erfasst.
Optimierung, Transfer und Verbreitung Die Auswertung der Pilotphase führt zu einer Überarbeitung der Lernmaterialien. Eine frei zugängliche Online-Plattform stellt sämtliche Ressourcen bereit, Interessengruppen-Foren fördern den Dialog mit Politik, Sozialpartnern und Industrie, und kurze Politikpapiere sichern die Verankerung der Ergebnisse in langfristigen Strategien.
Erwartete Ergebnisse Bis zum Projektende liegt ein umfassender Fahrplan „Grüne und digitale Kompetenzen 2035“ vor. Er beschreibt in klaren Etappen, wie die chemische Industrie ihre Qualifizierungsarbeit an Klima-, Kreislauf- und Digitalzielen ausrichten kann. Darauf aufbauend werden zwölf modernisierte Berufsprofile veröffentlicht, die vom Facharbeiter bis zur forschungsnahen Qualifikation reichen und künftig als Referenz für neue Ausbildungs-, Fort- und Studiengänge dienen. Zu jedem Profil entstehen frei zugängliche Lernbausteine – insgesamt mehr als dreißig – die sich flexibel kombinieren lassen. Sie reichen von kurzen Online-Modulen bis zu virtuellen Labor- und Produktionsszenarien, sodass Bildungsanbieter unterschiedlichste Lernpfade gestalten können. Alle Inhalte sind in einem strukturierten Kompetenzgerüst hinterlegt, das klare Bezüge zu ESCO und Europass herstellt und so die europaweite Vergleichbarkeit gewährleistet. Die Pilotierung in Betrieben, Berufsbildungszentren und Hochschulen wird mindestens 2 000 Teilnehmende erreichen. Erwartet wird ein nachweisbarer Zuwachs an grünen und digitalen Kompetenzen, der den Unternehmen eine schnellere Einführung von „Sicher & Nachhaltig von Anfang an“-Prozessen ermöglicht, Rechtssicherheit erhöht und Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Um die Ergebnisse langfristig nutzbar zu machen, wird das Kompetenzgerüst samt webbasiertem Kurskatalog nach Projektende in eine selbstfinanzierte europäische Kompetenzallianz überführt. Diese Allianz aktualisiert die Inhalte fortlaufend und öffnet sie schrittweise auch für andere energieintensive Branchen wie Zement oder Stahl. SBG-Kundinnen und -Kunden profitieren damit dauerhaft von modernen VR-Trainings und europaweit abgestimmten Kompetenzstandards, die direkt in das regionale Weiterbildungsangebot der SBG einfließen. Einblicke & Infos
Die öffentliche ChemSkills-Konferenz fand am 17. September 2026 an der NEWTON University in Prag sowie online statt. Sie brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, europäischen Initiativen und den Projektpartnerschaften zusammen, um darüber zu diskutieren, wie Bildung und Kompetenzentwicklung auf die sich wandelnden Anforderungen der chemischen Industrie reagieren können.
Die Konferenz bot eine Plattform für den Austausch über einige der derzeit wichtigsten Herausforderungen der Branche im Hinblick auf Fachkräfte und Kompetenzen.
Nach der Eröffnung begann das Programm mit dem Themenblock „Von der Forschung zur Umsetzung: Erkenntnisse und Weiterbildungslösungen“. Dabei wurde vorgestellt, wie Forschungsergebnisse in konkrete Ansätze für das Lernen und die Personal- und Kompetenzentwicklung überführt werden können. Beiträge kamen von Vertreterinnen und Vertretern der VSB – Technischen Universität Ostrava und der Universität Twente.
Die digitale Transformation verändert die Berufsbilder in der gesamten chemischen Industrie. Eine eigene Sitzung zum Thema „Digital Chemical Engineer: Mehrwert und Herausforderungen“ befasste sich mit den Auswirkungen dieses Wandels auf zukünftige Kompetenzanforderungen und die berufliche Weiterentwicklung.
Referierende der Budapest University of Technology and Economics und von EuroAPI diskutierten das zunehmende Zusammenspiel von chemischem Fachwissen, digitalen Technologien und neuen Kompetenzanforderungen.
Ein weiteres zentrales Thema der Konferenz war die Frage, wie die Branche die nächste Generation von Fachkräften gewinnen und langfristig halten kann.
Die Podiumsdiskussion „Junge Talente in der chemischen Industrie halten – wie können wir Erwartungen in Einklang bringen?“ vereinte Perspektiven aus der Industrie und dem Hochschulbereich. Die Diskussionsteilnehmenden von Torvako, der University of Chemistry and Technology, der Budapest University of Technology and Economics und EuroAPI beleuchteten die Erwartungen auf beiden Seiten des Arbeitsmarktes und erörterten, wie Arbeitgeber, Hochschulen und Bildungseinrichtungen besser darauf eingehen können.
Die abschließende thematische Sitzung „Die Zukunft gestalten: Innovationsallianzen und politische Perspektiven“ ordnete die Diskussionen in einen größeren europäischen Kontext ein.
Vertreterinnen und Vertreter von Skills4EII und des IRISS-Projekts stellten ergänzende europäische Initiativen vor und verdeutlichten den Mehrwert der Zusammenarbeit zwischen Projekten und Organisationen, die sich für die Stärkung von Kompetenzen, Nachhaltigkeit und Innovation in der europäischen Industrie einsetzen.
Zum Abschluss der Konferenz wurde eine zentrale Botschaft hervorgehoben, die sich durch das gesamte ChemSkills-Projekt zieht: Um wirksam auf technologische, wirtschaftliche und arbeitsmarktbezogene Veränderungen reagieren zu können, ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Bildung, Forschung und Industrie erforderlich.
ChemSkills bedankt sich bei allen Referierenden, Teilnehmenden der Podiumsdiskussionen und Gästen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben – sowohl vor Ort in Prag als auch online.
Die ersten Online-Weiterbildungsmodule von ChemSkills sind ab sofort verfügbar und markieren einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung des ChemSkills-Weiterbildungsangebots.
Die neuen Module wurden von der Universität Twente entwickelt und bieten Lernenden die Möglichkeit, Wissen und praktisches Verständnis in relevanten Bereichen der chemischen Industrie und der Kautschukindustrie aufzubauen. Das flexible Online-Lernangebot ermöglicht dabei ein selbstbestimmtes Lernen im eigenen Tempo.
Alle unsere Kurse sind:
Kostenlos
Auf Englisch verfügbar
Für das selbstständige Online-Lernen konzipiert
Von der Universität Twente entwickelt
Bei erfolgreichem Abschluss mit einem digitalen Badge ausgezeichnet
Entdecken Sie die ersten Weiterbildungsmodule:
Biobasierte Rohstoffe: Cellulose – Einführung in die Cellulose mit Informationen zu ihrer Herstellung, ihren Eigenschaften, kommerziellen Anwendungen und ihrer Funktionalisierung für unterschiedliche industrielle Einsatzbereiche.
Biobasierte Rohstoffe: Lignin – Beleuchtet Lignin als wichtigen biobasierten Rohstoff und behandelt unter anderem seine Herstellung, Eigenschaften, Anwendungen und Möglichkeiten zur Funktionalisierung.
Cellulose als biobasierter Bestandteil in Kautschukmischungen – Behandelt den Einsatz von Cellulose als nachhaltigem Bestandteil in Kautschukmischungen, insbesondere für Reifenanwendungen, einschließlich Verarbeitung, Leistungsfähigkeit und sicherheitsrelevanter Aspekte.
Schulungsmodul zur Vulkanisationsprüfung (MDR) – Kautschuk – Einführung in die Prüfung mit dem Moving Die Rheometer (MDR) und in die wichtigsten Parameter zur Bewertung des Vulkanisationsverhaltens von Kautschukmischungen.
Schulungsmodul zum DIN-Abriebtest – Erläutert, wie Abriebprüfungen zur Bewertung der Verschleißbeständigkeit von Kautschukmischungen eingesetzt werden, einschließlich Probenvorbereitung, Prüfverfahren und Auswertung der Ergebnisse.
Schulungsmodul zur dynamisch-mechanischen Analyse (DMA) – Einführung in die DMA-Prüfung und die Bewertung des viskoelastischen Verhaltens von Kautschuk sowie dessen Zusammenhang mit der Leistungsfähigkeit von Reifen.
Schulungsmodul zur Härteprüfung – Kautschuk – Behandelt die Shore-A-Härteprüfung einschließlich Messprinzipien, Probenvorbereitung, Prüfverfahren und Auswertung der Härtewerte.
Schulungsmodul zur Mooney-Viskositätsprüfung – Kautschuk – Einführung in die Mooney-Viskositätsprüfung als Methode zur Bewertung der Verarbeitbarkeit von Kautschukmischungen und zum Verständnis der Faktoren, die deren Viskosität beeinflussen.
Schulungsmodul zum Payne-Effekt – Kautschuk – Behandelt den Payne-Effekt und seine Anwendung zur Bewertung der Füllstoffdispersion, von Füllstoffnetzwerken und Wechselwirkungen innerhalb von Kautschukmischungen.
Schulungsmodul zur Rückprallelastizitätsprüfung – Kautschuk – Einführung in die Prüfung der Rückprallelastizität zur Bewertung der elastischen Rückstellung und des Dämpfungsverhaltens von Kautschukmischungen.
Schulungsmodul zur Zugprüfung – Kautschuk – Behandelt die Zugprüfung und wichtige mechanische Eigenschaften wie Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Modul.
Ganz gleich, ob Sie sich für nachhaltige biobasierte Materialien, Prüfverfahren für Kautschuk oder die Erweiterung Ihrer technischen Kenntnisse interessieren – diese ersten ChemSkills-Weiterbildungsmodule bieten einen leicht zugänglichen Einstieg in weiterführendes Lernen.
Nehmen Sie an unserer öffentlichen Konferenz in Prag teil!
Wir freuen uns, die bevorstehende ChemSkills-Konferenz anzukündigen, die am Donnerstag, den 17. September 2026, an der NEWTON University in Prag, Tschechische Republik, stattfinden wird. Die Teilnahme ist auch online möglich. Die Veranstaltung bietet eine wertvolle Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau von Kompetenzallianzen sowie die Unterstützung des grünen und digitalen Wandels im chemischen Sektor.
Die Anmeldung ist bis zum 7. September 2026 geöffnet. Sichern Sie sich Ihren Platz und nehmen Sie an diesem wichtigen Austausch von Wissen und Ideen teil.
Das ChemSkills-Projekt hat eine neue Reihe von Challenge- und Ambition-Dokumenten veröffentlicht. Darin werden die wichtigsten Trends, der aktuelle und zukünftige Kompetenzbedarf sowie die künftigen Prioritäten beschrieben, die die verschiedenen Teilbranchen der chemischen Industrie prägen.
Die Dokumente konzentrieren sich auf sechs Bereiche:
Kunststoffe
Konsumchemikalien
Düngemittel
Kautschuk
Pharmazeutika
Petrochemie
Jedes Dokument gibt einen Überblick über die wichtigsten Herausforderungen, mit denen der jeweilige Sektor derzeit konfrontiert ist, sowie über seine Ziele und Ambitionen für die Zukunft. Gemeinsam zeigen die Dokumente, wie der grüne und digitale Wandel die erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen in der europäischen chemischen Industrie verändert.
Zu den behandelten Themen gehören Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, regulatorische Entwicklungen, Digitalisierung, Innovation, Personal- und Kompetenzentwicklung sowie die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Industrie, Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen und anderen relevanten Akteuren.
Warum Ihr Feedback wichtig ist
ChemSkills möchte die Transformation der chemischen Industrie unterstützen, indem die Kompetenzen identifiziert werden, die für eine grünere, digitalere und nachhaltigere Zukunft benötigt werden.
Damit diese Arbeit praxisnah und relevant ist, benötigen wir die Einschätzungen derjenigen, die die einzelnen Branchen am besten kennen.
Wir laden Vertreterinnen und Vertreter der Industrie, Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen, Expertinnen und Experten, Fachkräfte sowie weitere relevante Akteure dazu ein, die Dokumente zu lesen und uns ihr Feedback mitzuteilen.
Ihre Einschätzungen helfen uns dabei, besser zu verstehen:
welche Herausforderungen die einzelnen Sektoren bewältigen müssen,
welcher aktuelle und zukünftige Kompetenzbedarf besteht,
wo mögliche Lücken in der Aus- und Weiterbildung bestehen,
welche Prioritäten für die Entwicklung von Kompetenzen und Fachkräften gesetzt werden sollten,
welche Ziele und Ambitionen zukünftige Maßnahmen leiten sollten.
Wir laden Sie herzlich ein, die Challenge- und Ambition-Dokumente zu erkunden und uns Ihre Einschätzung mitzuteilen – entweder über den untenstehenden QR-Code oder über den folgenden LINK.
Diese Woche haben wir uns in Brüssel getroffen, um inspirierende und produktive Gespräche über die Zukunft unserer gemeinsamen Arbeit zu führen. Im Mittelpunkt unserer Gespräche standen die Entwicklung neuer Weiterbildungsmodule, die Ausarbeitung von Challenges sowie die Erkundung weiterer Möglichkeiten zur Unterstützung von Lernen und Zusammenarbeit.
Das Treffen bot eine hervorragende Gelegenheit, Ideen auszutauschen, neue Impulse zu setzen und die nächste Phase unserer Aktivitäten gemeinsam zu gestalten. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre tatkräftige Unterstützung und freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Schritte.
Nach zwei Jahren voller Fortschritte, Zusammenarbeit und Innovation haben wir zwei Dokumente zusammengestellt, die zeigen, was ChemSkills bisher erreicht hat. Gemeinsam geben sie einen Überblick darüber, wie das Projekt die chemische Industrie in Europa dabei unterstützt, sich auf den grünen und digitalen Wandel vorzubereiten – und das in sechs Teilbranchen: Kunststoffe, Konsumchemikalien, Düngemittel, Kautschuk, Pharmazeutika und Petrochemie.
1. Der ausführliche Rückblick
Unser ausführlicher Rückblick bietet einen detaillierten Überblick über die Arbeiten, die im Rahmen des Projekts zwischen 2023 und 2025 durchgeführt wurden. Er umfasst die gemeinsame Erfassung und Analyse von Kompetenzdaten, die Identifizierung von Qualifikations- und Weiterbildungsbedarfen, die Entwicklung einer gemeinsamen Kompetenzmatrix, neue Berufsprofile auf Grundlage der ChemSkills Skill Cards sowie die ersten im Rahmen des Projekts entwickelten Weiterbildungsangebote. Darüber hinaus zeigt der Rückblick das Ausmaß der bereits erzielten Fortschritte: 32 bestehende Weiterbildungsprogramme wurden erfasst und zugeordnet, 22 neue Module sind geplant und vier neue Module wurden bereits auf die ChemSkills Learning Platform hochgeladen.
Interessiert? Klicken Sie HIER, um den ausführlichen Rückblick zu entdecken.
2. Die Kurzfassung
Wenig Zeit? Unsere Kurzfassung bringt die wichtigsten Ergebnisse in einem kompakten und leicht zugänglichen Format auf den Punkt. Sie gibt einen Überblick über die wichtigsten Erfolge in allen sechs Teilbranchen und zeigt, warum diese Arbeit von Bedeutung ist: ChemSkills hat bereits gemeinsame Methoden, belastbare Daten, eine gemeinsame Sprache für Kompetenzen, konkrete Berufsprofile und eine Weiterbildungsstruktur geschaffen, die nun in die Umsetzungsphase übergeht. Außerdem gibt die Kurzfassung einen Ausblick auf die nächsten Schritte, darunter Pilotierung, Skalierung und die breite Anwendung der entwickelten Ergebnisse.
Sie möchten die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick sehen? Lesen Sie die Kurzfassung HIER.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, doch ChemSkills gewinnt bei der Unterstützung des grünen und digitalen Wandels der chemischen Industrie weiter an Dynamik. In dieser Ausgabe blicken wir auf das Konsortialtreffen und die öffentliche Konferenz in Mailand zurück, stellen neue Ergänzungen der ChemSkills-Sammlung von Skill Cards vor und beleuchten zentrale Diskussionen über den zukünftigen Kompetenzbedarf der Branche.
Darüber hinaus präsentieren wir Einblicke von der ChemCon Europe 2025, der Generalversammlung von Federchimica sowie aus aktuellen Workshops zu den Themen Kreislaufwirtschaft, neue Materialien und dem zukünftigen Kompetenzbedarf der pharmazeutischen Industrie.
Was erwartet Sie?
Konsortialtreffen & öffentliche Konferenz in Mailand: Einblicke in das Treffen im Oktober, bei dem Partner und Stakeholder erörterten, wie Kompetenzen den grünen und digitalen Wandel Europas unterstützen können.
Neue Skill Cards veröffentlicht: Lernen Sie die Future Farmer und den Sustainable Products Sales Manager kennen – zwei neu entstehende Berufsbilder, die den sich wandelnden Kompetenzbedarf der Branche widerspiegeln.
Kompetenzen für den grünen und digitalen Wandel: Erkenntnisse von der ChemCon Europe 2025 zu digitaler Kompetenz, transversalen Kompetenzen und einer stärkeren Verbindung zwischen Industrie und Bildung.
Neuigkeiten & Workshops unserer Partner: Aktuelle Informationen von Federchimica sowie Einblicke in die jüngsten Diskussionen zu Kreislaufwirtschaft, neuen Materialien und dem zukünftigen Kompetenzbedarf der pharmazeutischen Industrie in Europa.
Interessiert? Es gibt noch viel mehr zu entdecken. Klicken Sie HIER, um die aktuelle Ausgabe des ChemSkills-Newsletters zu lesen.
Was geschah auf der öffentlichen ChemSkills-Konferenz?
Was geschah auf der öffentlichen ChemSkills-Konferenz?
Am Mittwoch, den 22.10., veranstaltete Federchimica eine Konferenz zu den zukünftigen Kompetenzen, die für den grünen und digitalen Wandel der chemischen Industrie benötigt werden. Die Konferenz fand im Rahmen des Projekts ChemSkills statt. Federchimica gehört zu den maßgeblichen Akteuren hinter dem Projekt, das im Rahmen der Erasmus+-Förderung finanziert wird.
Auf der Konferenz wurden einige sehr wichtige Botschaften an Unternehmen, europäische Entscheidungsträger und Bildungseinrichtungen vermittelt. Auch wenn die Industrie in allen EU-Mitgliedstaaten derzeit vor großen Herausforderungen steht, bleiben Kompetenzen von zentraler Bedeutung. Denn jeder wichtige Schritt, jede Entwicklung und jeder Wandel wird mit Hilfe der Menschen gestaltet. Wie viele der Referentinnen und Referenten in ihren Beiträgen betonten, ist die Zusammenarbeit zwischen Bildung, politischen Entscheidungsträgern und Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Bildungsbereich und Politik müssen die Anforderungen der Industrie verstehen – und umgekehrt. Auch die Bedeutung ausgeprägter MINT-Kompetenzen (STEM) in Europa wurde mehrfach hervorgehoben. Europa muss auch künftig ein wettbewerbsfähiger Akteur im Bildungsbereich bleiben. Kompetenzen sind ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit.
Möchten Sie erfahren, welche Themen auf unserer Konferenz diskutiert wurden?Die Agenda sowie einen Link zur Aufzeichnung der Konferenz finden Sie unten.
Willkommen zur August-Ausgabe des ChemSkills-Newsletters!
Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, doch unsere Aktivitäten nehmen weiter Fahrt auf. In dieser Ausgabe freuen wir uns, erste Ergebnisse unserer branchenweiten Befragung vorzustellen, brandneue Skill Cards zu präsentieren, die zukunftsorientierte Berufsbilder in den Mittelpunkt stellen, und unsere bevorstehende öffentliche Konferenz in Mailand im Oktober anzukündigen. Darüber hinaus geben wir Ihnen Einblicke in Veranstaltungen unserer Projektpartner und einen Ausblick auf die kommenden Termine.
Was erwartet Sie?
Erste Ergebnisse der Befragung: Erfahren Sie, welche grünen und digitalen Kompetenzen besonders gefragt sind und wie Lernende bevorzugt geschult werden möchten.
Neue Skill Cards veröffentlicht: Entdecken Sie kompakte Berufsprofile aus wichtigen Teilbereichen der Branche, die auf den grünen und digitalen Wandel ausgerichtet sind.
Termin vormerken: Alle wichtigen Informationen zu unserer Konferenz in Mailand im Herbst.
Neuigkeiten & Veranstaltungen unserer Partner: Aktuelle Aktivitäten der TU Delft und Federchimica sowie ein Ausblick auf die Veranstaltungen im kommenden Herbst.
Interessiert? Es gibt noch viel mehr zu entdecken. Klicken Sie [HIER], um in die aktuelle Ausgabe des ChemSkills-Newsletters einzutauchen!
ChemSkills Newsletter: April 2025 Herzlich willkommen zur Dezember-Ausgabe des ChemSkills-Newsletters! Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und feiert in dieser Ausgabe ein Jahr herausragender Errungenschaften und Meilensteine und bietet einen Einblick in die Fortschritte, die bei der Gestaltung der Zukunft der chemischen Industrie erzielt wurden. Was ist drin?
ChemSkills Future Skills Survey Insights: Was haben wir herausgefunden und was wird in der chemischen Industrie benötigt?
Jahresrückblick – Erfolge und Meilensteine: Reflektieren Sie die Highlights des Jahres 2024, einschließlich unserer Workshops, Umfrageergebnisse und grenzüberschreitenden Kooperationen.
CSIC-Outreach-Aktivitäten: Entdecken Sie die inspirierenden Bildungsveranstaltungen, die vom spanischen Nationalen Forschungsrat veranstaltet werden.
Zum Jahresausklang wünschen wir Ihnen frohe Festtage und einen produktiven Start in das Jahr 2025. Intrigierte? Es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Klicken Sie HIER, um tiefer in diese Ausgabe des ChemSkills-Newsletters einzutauchen!
In ganz Europa verändern sich die Branchen in einem noch nie dagewesenen Tempo. Der grüne und digitale Wandel sind längst keine Zukunftsvisionen mehr – sie finden bereits heute statt und verändern grundlegend, wie wir arbeiten, produzieren und Innovationen vorantreiben.
Warum Skill Cards?
Im Rahmen des Erasmus+-Blueprint-Projekts haben wir uns mit einer entscheidenden Frage beschäftigt: Welche Fähigkeiten und Kompetenzen wird die europäische Arbeitswelt benötigen, um in dieser neuen Landschaft erfolgreich zu sein? Unsere Untersuchungen haben eine wachsende Lücke bestätigt: Während innovative neue Berufsbilder entstehen, fällt es vielen Beschäftigten, Lernenden und Arbeitgebern schwer, die heute vorhandenen Kompetenzen mit den Anforderungen von morgen in Einklang zu bringen. Berufe wie Eco-Design Engineer oder Analytics Translator sind keine futuristischen Konzepte – sie entwickeln sich bereits heute und werden eine entscheidende Rolle beim Aufbau eines nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Europas spielen.Um diese Lücke zu schließen, haben wir die Skill Cards entwickelt: kompakte und praxisorientierte Berufsprofile, die übersichtlich darstellen, welche Aufgaben ein bestimmtes Berufsbild umfasst, welches Wissen und welche Kompetenzen dafür erforderlich sind und welchen Beitrag die jeweilige Rolle zu übergeordneten sektoralen und gesellschaftlichen Zielen leistet.
Was beinhaltet eine Skill Card?
Jede Skill Card enthält:
Eine klare Beschreibung des Berufsbildes und seiner Aufgabenbereiche.
Die wesentlichen erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen, einschließlich digitaler und grüner Kompetenzen, die dem ESCO-Rahmenwerk zugeordnet sind.
Informationen darüber, wie das jeweilige Berufsbild den grünen Wandel unterstützt und einen Mehrwert für die Gesellschaft schafft.
Informationen darüber, welche Position das Berufsbild typischerweise innerhalb einer Organisation einnimmt.
Um die praktische Anwendung noch weiter zu verbessern, haben wir außerdem visuelle Versionen der einzelnen Skill Cards erstellt. Diese lassen sich unkompliziert im Unterricht, in Weiterbildungen und Schulungen, bei Präsentationen oder für die strategische Personalplanung einsetzen.
Für wen sind die Skill Cards gedacht? Die Skill Cards sind praxisorientierte Instrumente für:
Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen – zur Entwicklung neuer Lehrpläne und Kurskonzepte.
Arbeitgeber – zur Unterstützung bei Personalgewinnung, Kompetenzentwicklung und Personalplanung.
Politische Entscheidungsträger – zur besseren Ausrichtung von Fördermaßnahmen und Qualifizierungsangeboten an den tatsächlichen Anforderungen der Arbeitswelt.
Lernende und Beschäftigte – zur Erkundung neuer beruflicher Möglichkeiten und zur Planung individueller Karrierewege.
ChemSkills-Konsortiumstreffen Brüssel 1.-2. April 2025
ChemSkills-Konsortiumstreffen Brüssel 1.-2. April 2025
Vom 1. bis 2. April 2025 traf sich das ChemSkills-Konsortium erneut in Brüssel zu einem zweitägigen Treffen voller Zusammenarbeit, Einblicke und Planung. Das Treffen, das von den European Plastics Converters (EuPC) veranstaltet wurde, brachte Partner aus ganz Europa zusammen, um über den Fortschritt des Projekts nachzudenken und sich über die nächsten Schritte zum Aufbau einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Chemiebelegschaft abzustimmen. Im Laufe von zwei Tagen haben wir viel zurückgelegt: 🔹 Sektorale Kompetenzintelligenz – unter der Leitung von VSB – Technische Universität Ostrava 🔹 Entwicklung und Durchführung von Schulungen – präsentiert von der Universität Twente 🔹 Auswirkungen und Verbreitung – geteilt von den Sitzungen des Arbeitspakets der Universität 🔹 NEWTON – einschließlich Aktualisierungen aus den Bereichen Kunststoffe, Verbraucherchemikalien, Gummi, Düngemittel, Pharmazeutika und Petrochemie Es gab auch viel Raum für offene Diskussionen und Austausch, einschließlich Überlegungen zur Projektkoordination, zur Zukunftsplanung und zum Feedback der Partner. Vielen Dank an alle, die zu uns nach Brüssel gekommen sind und zu zwei produktiven Tagen beigetragen haben. Treffen wie diese sind unerlässlich, um unsere gemeinsame Dynamik aufrechtzuerhalten, während wir die Fähigkeiten und Qualifikationen entwickeln, die für einen grüneren, digitaleren Chemiesektor erforderlich sind. Bildquelle:https://www.chemskills.eu/news/kick-meeting-brussels
Herzlich willkommen zur Dezember-Ausgabe des ChemSkills-Newsletters! Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und feiert in dieser Ausgabe ein Jahr herausragender Errungenschaften und Meilensteine und bietet einen Einblick in die Fortschritte, die bei der Gestaltung der Zukunft der chemischen Industrie erzielt wurden. Was ist drin?
ChemSkills Future Skills Survey Insights: Was haben wir herausgefunden und was wird in der chemischen Industrie benötigt?
Jahresrückblick – Erfolge und Meilensteine: Reflektieren Sie die Highlights des Jahres 2024, einschließlich unserer Workshops, Umfrageergebnisse und grenzüberschreitenden Kooperationen.
CSIC-Outreach-Aktivitäten: Entdecken Sie die inspirierenden Bildungsveranstaltungen, die vom spanischen Nationalen Forschungsrat veranstaltet werden.
Zum Jahresausklang wünschen wir Ihnen frohe Festtage und einen produktiven Start in das Jahr 2025. Intrigierte? Es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Klicken Sie HIER, um tiefer in diese Ausgabe des ChemSkills-Newsletters einzutauchen!
Was haben wir im letzten Jahr erreicht? Fassen wir mit unserem "Recap" zusammen! Rückblickend auf ein Jahr voller Fortschritt und Innovation haben wir zwei wichtige Dokumente zusammengestellt, um unsere Errungenschaften zu präsentieren: 1. Der vollständige Rückblick Dieses umfassende Dokument befasst sich mit unseren Meilensteinen, Kooperationen und strategischen Fortschritten. Wenn Sie an detaillierten Einblicken und dem Gesamtbild unserer Arbeit interessiert sind, ist dies Ihre Anlaufstelle. Interessiert? HIER! 2. Die einseitige Zusammenfassung Wenig Zeit? Unsere einseitige Zusammenfassung fasst die Highlights des Jahres zusammen. Es ist die perfekte Schnelllektüre, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. Springen Sie HIER zum Lesen! Ganz gleich, ob Sie ein politischer Entscheidungsträger, ein Branchenführer oder jemand sind, der sich leidenschaftlich für die Gestaltung der Zukunft der chemischen Industrie einsetzt, diese Dokumente bieten die Klarheit und Inspiration, die Sie brauchen.
ChemSkills Newsletter: September 2024 Herzlich willkommen zur Oktober-Ausgabe des ChemSkills-Newsletters! Diese Ausgabe ist vollgepackt mit spannenden Meilensteinen und wichtigen Erkenntnissen und führt Sie durch die neuesten Fortschritte und Entwicklungen auf unserem Weg, die Zukunft der chemischen Industrie zu gestalten. Was ist drin?
Feier zum ersten Jahrestag: Erinnern Sie sich an die Errungenschaften unseres ersten Jahres, die durch das Jubiläumstreffen in Serbien hervorgehoben wurden. Erfahren Sie, wie unser Konsortium aus 33 Partnern weiterhin zusammenarbeitet, um die Lücke bei grünen und digitalen Kompetenzen zu schließen.
Höhepunkte der Konferenz: Entdecken Sie die wichtigsten Erkenntnisse aus der öffentlichen ChemSkills-Konferenz an der Universität Novi Sad, bei der Experten Einblicke darüber gaben, wie sich die chemische Industrie entwickelt, um den Herausforderungen der Nachhaltigkeit und Digitalisierung gerecht zu werden.
Rückblick auf die Deutsche Kautschuk-Konferenz: Lesen Sie mehr über unsere Teilnahme an dieser prestigeträchtigen internationalen Veranstaltung, bei der das ChemSkills-Projekt im Mittelpunkt stand und das Bewusstsein für Qualifikationslücken in der Elastomerindustrie schärfte.
Es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Klicken SieHIER, um tiefer in diese Ausgabe des ChemSkills-Newsletters einzutauchen!
Was geschah bei der ersten öffentlichen ChemSkills Konferenz 2024?
Was geschah bei der ersten öffentlichen ChemSkills Konferenz?
Die öffentliche Konferenz "ChemSkills", die am 17. September an der Universität Novi Sad stattfand, brachte Experten aus 33 europäischen Organisationen zusammen, um die dringende Qualifikationslücke in der chemischen Industrie zu schließen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der steigende Bedarf an grünen und digitalen Kompetenzen, die für die Zukunft des Sektors unerlässlich sind. Die chemische Industrie, die europaweit über 1,2 Millionen Menschen beschäftigt, befindet sich aufgrund von Nachhaltigkeitsanforderungen und digitaler Transformation in einem rasanten Wandel. Das Projekt ChemSkills zielt darauf ab, diese Qualifikationslücke zu schließen, indem es die Arbeiter auf diese Veränderungen vorbereitet. Im ersten Jahr seines Bestehens hat das Projekt wichtige Meilensteine erreicht, darunter die Einführung einer Website, Newsletter, Werbematerialien und die Durchführung von Umfragen, um die am dringendsten benötigten Fähigkeiten zu ermitteln.
Grüne und digitale Kompetenzen wurden als essentiell für die Zukunft der Branche identifiziert. Unternehmen investieren zunehmend in Schulungen für Bereiche wie künstliche Intelligenz, Datenanalyse und grüne Technologien. Berufliche Bildung und lebenslanges Lernen wurden ebenfalls als wichtige Instrumente zur Weiterqualifizierung der derzeitigen Arbeitskräfte hervorgehoben, um den neuen Anforderungen der Branche gerecht zu werden.
Die Konferenz befasste sich auch mit den Herausforderungen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere in Serbien, konfrontiert sind. Viele KMU haben Schwierigkeiten, die EU-Standards zu erfüllen, aber erfolgreiche Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen helfen diesen Unternehmen, sich an neue Technologien anzupassen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch in Zukunft wird sich das ChemSkills-Projekt auf die Entwicklung von Schulungsmaterialien und die Förderung einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Industrie und Bildung konzentrieren. Mit einem Schwerpunkt auf MINT-Bildung, Geschlechtervielfalt und Umschulung zielt das Projekt darauf ab, sicherzustellen, dass Europas Chemiefachkräfte gut gerüstet sind, um zukünftige Herausforderungen zu meistern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ChemSkills Public Conference die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Industrie, Bildung und politischen Entscheidungsträgern bekräftigte, um die Qualifikationslücke in der chemischen Industrie zu schließen. Durch die Zusammenarbeit können diese Stakeholder eine qualifizierte Belegschaft vorbereiten, die für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Zukunft gerüstet ist. Bildquelle:https://www.chemskills.eu/news/kick-meeting-brussels
ChemSkills Newsletter: Juni 2024 Willkommen zur Juni-Ausgabe des ChemSkills-Newsletters! Vollgepackt mit spannenden Updates und aufschlussreichen Entwicklungen ist diese Ausgabe Ihr Tor zum Verständnis der transformativen Fortschritte, die wir in der chemischen Industrie machen. Was ist drin?
Höhepunkte des Brüsseler Treffens: Tauchen Sie ein in die wichtigsten Erkenntnisse unseres jüngsten persönlichen Treffens in Brüssel. Erfahren Sie, wie unser Konsortium aus 33 Partnern zusammenarbeitet, um den Bedarf an grünen und digitalen Kompetenzen zu decken.
Einblicke in die Future Skills Survey: Werfen Sie einen Blick auf die vorläufigen Ergebnisse unserer laufenden Umfrage. Erfahren Sie, welche Fähigkeiten im Trend liegen und wie sich verschiedene Sektoren auf die Zukunft vorbereiten.
Kommende Veranstaltungen: Markieren Sie Ihren Kalender für wichtige Branchenveranstaltungen. Von unserer ersten öffentlichen Konferenz in Serbien bis hin zu aufschlussreichen Online-Workshops – finden Sie heraus, wo Sie sich an der Diskussion beteiligen können.
Green Chemistry Change Manager Kurs: Erfahren Sie mehr über die GCCM-Initiative und wie sie Fachleute auf die Herausforderungen eines nachhaltigen Chemikalienmanagements vorbereitet.
PFAS-Revisionsereignis: Verpassen Sie nicht unsere Online-Veranstaltung, die sich mit der Gesetzgebungslandschaft und nachhaltigen Alternativen für PFAS befasst.
Um tiefer in diese und weitere Themen einzutauchen, klicken Sie auf das Bild unten, um unseren vollständigen Newsletter zu lesen.
Vom 16. bis 17. April lud der Europäische Verband der Reifen- und Gummihersteller (ETRMA) zum persönlichen Projekttreffen von ChemSkills ein. Dieses von der EU kofinanzierte Projekt zielt darauf ab, die Lücke zwischen den von der chemischen Industrie geforderten Qualifikationen und denen der Universitäten und Forschungszentren in Europa zu schließen und Europa wettbewerbsfähiger und zukunftsfähiger zu machen. Wichtige Projektpartner aus verschiedenen Mitgliedstaaten trafen sich in Brüssel, um die Struktur von ChemSkill vorzustellen und einen einheitlichen Ansatz für die nächsten vier Jahre des Projekts zu skizzieren. In Workshops tauschten sie aufschlussreiche Ideen und Daten aus, wobei jeder Beitrag ein wichtiges Puzzleteil in ihren jeweiligen Teilsektoren (z. B. Konsumchemikalien, Düngemittel, Petrochemie, Pharmazeutika, Kunststoffe, Gummi) darstellte. Als wichtiger Partner des Arbeitspakets 8 zum Kautschukchemiesektor freute sich die ETRMA sehr, Gastgeber der Veranstaltung zu sein und die Möglichkeit zu haben, Chancen, Herausforderungen und Lösungen zu diskutieren, um einen klaren Fahrplan für Kompetenzen, Umschulungen und Weiterbildungsaktivitäten für den europäischen Chemiesektor zu erstellen. Bildquelle:https://www.chemskills.eu/news/meeting-brussels-april-2024
Willkommen zur Einführung von etwas wirklich Bahnbrechendem – der ersten Ausgabe des ChemSkills-Newsletters! In diesem Newsletter geht es nicht nur um Updates; Es ist ein Beweis für eine transformative Reise, die wir in der chemischen Industrie begonnen haben. In dieser Ausgabe geben wir einen Einblick in unseren bisherigen Weg: 1. Future Skills Survey: Seien Sie Teil von Initiativen, die die Branche prägen! Nehmen Sie an unserer Future Skills Umfrage teil, um aktuelle Trends zu verstehen und den Bedarf an Fähigkeiten und Kompetenzen in verschiedenen Sektoren zu ermitteln. 2. Entmystifizierung des Kunststoffrecyclings: Verwirrt über Kunststoffrecycling? Sie sind nicht allein. Tauchen Sie ein in unseren Artikel, der die Terminologie im Einklang mit der europäischen Gesetzgebung vereinfacht. 3. Kick-off-Meeting: Erleben Sie die Aufregung unserer transformativen Reise durch die Höhepunkte unseres Kick-off-Meetings in Brüssel, bei dem Zusammenarbeit und Innovation im Mittelpunkt standen. 4. Bevorstehende Veranstaltungen: Bleiben Sie über unsere bevorstehenden Veranstaltungen auf dem Laufenden. Gestalten Sie mit uns schon heute die Welt von morgen.Abonnieren Sie den ChemSkills-Newsletterund bleiben Sie auf dem Laufenden für weitere Updates, Einblicke und spannende Entwicklungen auf unserem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft für alle.
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Das Kick-off-Meeting von ChemSkills fand vom 13. bis 15. September statt und wurde von der European Chemical Employers Group (ECEG) in Brüssel, Belgien, organisiert. Über 40 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, um über die Zukunft des Projekts zu diskutieren und weitere Partner kennenzulernen, mit denen sie in zehn Arbeitspaketen zusammenarbeiten werden. Auch Emilia Venot, Projektbeauftragte von ChemSkills bei der Europäischen Kommission, nahm an dem Treffen teil. Sie hob die Bedeutung des Projekts hervor und ermutigte alle ChemSkills-Partner, ihr Bestes für den gemeinsamen Erfolg zu geben. ChemSkills wird ein herausforderndes Projekt sein – nicht nur wegen der Größe des Konsortiums (33 Partner), sondern auch aufgrund seiner Relevanz für den Chemiesektor. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir bereit sind, diese Herausforderung in den nächsten vier Jahren anzunehmen und alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die Ziele des Projekts zu erreichen. Bildquelle:https://www.chemskills.eu/news/kick-meeting-brussels
Projektstruktur & Partner Die Partnerschaft umfasst 35 Organisationen aus 15 EU-Mitgliedstaaten. Damit verbindet ChemSkills die gesamte Wertschöpfungskette der chemischen Industrie – von der Produktion bis zur beruflichen Bildung – und stellt sicher, dass die Ergebnisse europaweit nutzbar sind.
Federführung
European Chemical Employers Group (ECEG) – strategische Gesamtleitung und Anbindung an europäische Industrieinitiativen.
Chemical Industry Federation Finland (CIFF) – technische Koordination, Qualitätsmanagement und Berichtswesen.
Branchen- und Unternehmensverbände
Cefic (Europäischer Chemieverband) mit Fokus auf Petrochemikalien.
EuPC (European Plastics Converters) für den Kunststoffsektor.
ETRMA (European Tyre & Rubber Manufacturers’ Association) für Kautschuk.
Federchimica, ACEA (u. a. Automobilbranche – Schnittstelle für Kreislauf- und Digitalthemen).
Industrieunternehmen und Pilotbetriebe
Produktionsstandorte großer Chemie- und Pharmaunternehmen in Deutschland, Italien, Finnland und den Niederlanden (z. B. BASF, Borealis, HEXPOL – je nach Teilsektor).
Mehrere mittelständische Spezialchemie- und Kunststoffverarbeiter, die als Pilotbetriebe für die VR-Trainings fungieren.
Hochschulen und Forschungseinrichtungen
VSB – Technische Universität Ostrava (Tschechien) – Leitung des Arbeitspakets „Kompetenzanalysen“.
Universität Twente (Niederlande) – Entwicklung der modularen Lernangebote.
Technische Universität Wien, Maastricht University, Agencia Estatal CSIC (Spanien) sowie IKEM (Schweden) mit fachspezifischer Forschungskompetenz.
Berufsbildungs- und Weiterbildungsträger
SBG Dresden und weitere Berufsbildungszentren aus aus Österreich, Italien, Kroatien und Rumänien übernehmen Entwicklungen und Pilotierung in ihren jeweiligen nationalen Ausbildungssystemen.
Sozialpartner und Netzwerke
BAVC (Bundesarbeitgeberverband Chemie) – Vorsitz des externen Beirats.
ECRN (European Chemical Regions Network) – Verbreitung in Politik und Regionen.
Nationale Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen aus Finnland, Spanien und Frankreich sorgen für Akzeptanz der neuen Berufsprofile.
Diese klare Rollenverteilung stellt sicher, dass wissenschaftliche Erkenntnisse, betriebliche Praxis und bildungspolitische Anforderungen von Beginn an miteinander verzahnt sind. Die SBG fungiert dabei als Schnittstelle zwischen europäischer Projektstrategie und konkreten Qualifizierungsbedarfen der chemischen Unternehmen in Deutschland.
Die fortschreitende Digitalisierung – häufig als „Industrie 4.0“ bezeichnet – konfrontiert Berufsbildungseinrichtungen mit der Aufgabe, Lernende für hochkomplexe Anlagen fit zu machen, ohne dass jeder Standort über ein vollständiges, kostenintensives Maschinenset verfügen muss. Zugleich hat die Pandemie verdeutlicht, wie störanfällig rein präsenzgebundene Lehr- und Lernprozesse sind. REX-VET begegnet diesen Herausforderungen, indem es erweiterte und virtuelle Realität (XR) in die berufliche Aus- und Weiterbildung integriert. Digitale Zwillinge realer Maschinen verlagern praktische Übungen in den virtuellen Raum, bleiben aber durch die Kopplung an echte Geräte authentisch. Dadurch stärkt das Projekt das europäische Ziel eines leistungsfähigen digitalen Bildungsökosystems, reduziert Reise- und Materialaufwand und leistet so einen Beitrag zum Klimaschutz.
Ziele des Projekts
REX-VET verfolgt das langfristige Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit von Auszubildenden deutlich zu steigern, indem es ihnen ermöglicht, Schlüsselprozesse der Chemie-, Physik- und Mechatronikpraxis realitätsnah und ortsunabhängig zu trainieren. Bis zum Projektende werden drei komplett einsatzfähige Lernumgebungen mit erweiterter bzw. virtueller Realität entwickelt, die sich ohne zusätzlichen Programmieraufwand in den Unterricht integrieren lassen. Parallel dazu erhalten mindestens vierzig Lehrkräfte eine vertiefte didaktische Fortbildung, um die neuen Szenarien professionell einsetzen zu können. Ein zentrales Leistungsversprechen lautet, die Zahl der gleichzeitig trainierenden Personen gegenüber klassischen Präsenzlaboren zu verdoppeln. Technologischer Kern ist ein cyber-physisches System, das echte Maschinen über eine internetbasierte Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) mit der digitalen Lernumgebung verbindet und so erstmals hochgradig authentisches Ferntraining ermöglicht.
Arbeitsschritte / Methodik
Das Vorhaben startet mit einer umfassenden Bedarfsanalyse, an der Auszubildende, Lehrkräfte und Industriepartner beteiligt sind. Aus den Ergebnissen entstehen Ablaufskizzen, nach denen Designerinnen und Entwickler fotorealistische 3-D-Modelle erstellen und mittels SPS mit den realen Geräten koppeln. Jede Entwicklungsphase wird durch Benutzerfreundlichkeits-Tests mit kleinen Lerngruppen begleitet, um den didaktischen Mehrwert sicherzustellen. Sobald funktionsfähige Prototypen vorliegen, finden Pilotversuche an den Bildungsträgern in Estland und Deutschland statt; die SBG koordiniert die Tests in Dresden und führt gemeinsam mit Ausbildern iterative Verbesserungen durch. Parallel entstehen praxisnahe Handreichungen, Video-Anleitungen und Fortbildungen, die den methodisch fundierten Einsatz der Szenarien erleichtern. Eine breit angelegte Verbreitungsstrategie – offen lizenzierte Veröffentlichung, Multiplikatorenveranstaltungen und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit – sorgt dafür, dass die Ergebnisse rasch in weitere Bildungseinrichtungen transferiert werden können.
Erwartete Ergebnisse
Zum Projektabschluss liegen drei offen lizenzierte Lernumgebungen vor: ein virtuelles Chemielabor, ein erweitertes-Realität-Messpraktikum an einem vernetzten Tischmultimeter sowie eine simulierte Produktionslinie. Ergänzende Handreichungen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Wartungsdokumente ermöglichen Lehrkräften den sofortigen Einsatz. Erwartet wird, dass mehr als zweihundert Teilnehmende ihre digitalen und fachpraktischen Kompetenzen signifikant ausbauen; erste Pilotmessungen deuten darauf hin, dass sich die Einarbeitungszeit an realen Maschinen um rund fünfzig Prozent verkürzt. Das Konzept lässt sich mühelos auf weitere Berufsfelder übertragen und bildet eine solide Grundlage für künftige lernbegleitende Systeme, die etwa automatisch Kontaktplanschaltungen vorschlagen und so den Lernprozess weiter individualisieren.
REX-VET auf der Building Bridges Konferenz 2025 in Dresden
Am 12. September 2025 hatten wir die Gelegenheit, das REX-VET-Projekt (Remote and distributed learning with Extended Reality in VET) auf der Building Bridges Konferenz 2025 in Dresden vorzustellen. Die Konferenz widmete sich den neuesten Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz in Wissenschaft, Industrie und Alltag.
Während der Coffee & Networking Pause präsentierten wir, wie REX-VET die digitale Transformation in der beruflichen Aus- und Weiterbildung unterstützt. Das Projekt setzt auf Extended Reality (XR) – mit Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) – um innovative Lehrmethoden einzuführen und die digitale Kompetenz von Auszubildenden zu stärken.
Besonders im Fokus stand Augmented Virtuality (AV): eine Kombination aus AR und VR, bei der Lernende nicht nur mit virtuellen Elementen interagieren, sondern gleichzeitig reale Geräte wie Maschinen über cyber-physikalische Verbindungen (z. B. mit PLCs) steuern können. So entstehen praxisnahe und sichere Lernszenarien – ein großer Vorteil in Bereichen wie Chemie, Physik und Mechatronik, wo der Zugang zu echtem Equipment oft begrenzt ist.
Die Resonanz auf unsere Präsentation war sehr positiv. Viele Teilnehmende zeigten großes Interesse an unserem Ansatz, der das Potenzial hat, die berufliche Bildung europaweit nachhaltig zu verändern und verteiltes Lernen zu ermöglichen.
REX-VET beim VSBI - Mitgliedertreff im September 2025
Am 10.09.2025 konnten wir beim VSBI (Verband Sächsischer Bildungsinstitute e.V.)- Mitgliedertreff das Projekt REX-VET (Remote and distributed learning with Extended Reality in VET) präsentieren. Das Projekt ist eine Kooperationspartnerschaft im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung (VET).
Das Ziel von REX-VET ist es, die berufliche Bildung durch die Einführung innovativer Lehrmethoden zu revolutionieren und dabei Augmented Virtuality (AV) und Virtual Reality (VR) zu nutzen. Diese Technologien ermöglichen neue Formen des Lehrens und Lernens. REX-VET konzentriert sich darauf, Lerninhalte interaktiv, immersiv und authentisch zu gestalten, insbesondere in den spezialisierten Bereichen Chemie, Physik und Mechatronik.
Der innovative Ansatz von REX-VET liegt darin, dass Lernende mit virtuellen Elementen interagieren können, während sie gleichzeitig Einfluss auf reale Gegenstücke (Maschinen oder Geräte) nehmen, die über cyber-physikalische Verbindungen (mittels speicherprogrammierbarer Steuerungen, PLCs) verbunden sind. Dies ermöglicht ortsunabhängige (ubiquitäre) Trainingserfahrungen.
Besonders im Kontext der Digitalisierung und der Notwendigkeit, Zugang zu hochwertigen, praxisnahen Schulungen zu bieten, stieß unser Konzept auf großes Interesse. Die Nutzung von AV/VR im Rahmen des Projekts soll die Berufstauglichkeit und Beschäftigungsfähigkeit der Auszubildenden verbessern und sie auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereiten.
Wir konnten demonstrieren, wie REX-VET das Konzept des Distributed Learning umsetzt. Dies erlaubt es Lernenden, remote auf physische Geräte zuzugreifen und daran zu trainieren, ohne dass die Authentizität einer Präsenzschulung beeinträchtigt wird. Zum Beispiel wird ein Szenario für Chemiefachkräfte entwickelt, bei dem ein digitaler Zwilling der LC2030 Workstation in VR mit der realen Workstation verbunden wird. Die SACHSISCHE BILDUNGSGESELLSCHAFT FÜR UMWELTSCHUTZ UND CHEMIEBERUFE DRESDEN MBH (SBG), unser deutscher Partner und Mitorganisator der Pilotprogramme, ist an der Entwicklung und Erprobung dieser Szenarien beteiligt.
Wir haben uns sehr gefreut, beim Mitgliedertreff unsere Zwischenergebnisse vorstellen und aufzeigen zu können, wie die AV-Lernszenarien einen Beitrag zur Innovation und zur digitalen Vorbereitung der Lernenden leisten. Es war eine wertvolle Gelegenheit, Einblicke in den aktuellen Projektstand zu geben und spannende Impulse aus dem Austausch mitzunehmen.
Einführung und Erprobung der REXVET-Software im Juli 2025
Am 30.07.2025 fand an der realen LC2030-Anlage in der SBG Dresden eine Einführung und Erprobung der REXVET-Software im Rahmen des LC2030-Lernszenarios (Chemical Station) statt.
Im Mittelpunkt standen sowohl die technischen Grundlagen als auch die pädagogischen Einsatzmöglichkeiten, wie sie in enger Zusammenarbeit mit unserem Partner JOSE (Medusa Digital) vorgestellt wurden.
Das Lernszenario ist Teil des REX-VET-Projekts, das den Einsatz von Augmented Virtuality (AV) und Virtual Reality (VR) in der beruflichen Bildung (VET) voranbringt. Mit Hilfe eines digitalen Zwillings der LC2030-Workstation werden Lernende praxisnah in den Betrieb von Chemieanlagen eingeführt – von sicherheitsrelevanten Prozeduren bis hin zum Arbeiten mit Ladder Logic (Kontaktplan).
Neben der technischen Infrastruktur mit Aurora HMI SCADA und der Cloud-Integration über Plain 4.0 wurden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten erprobt und diskutiert. So wurde gezeigt, wie die Lernumgebung sowohl im Webbrowser als auch mit einem VR-Headset genutzt werden kann und dass sie in mehreren Sprachen verfügbar ist. Darüber hinaus stand die Einbindung von Lehrkräften im Vordergrund, die Lernfortschritte steuern und verfolgen können. Ebenso wurde die flexible Anwendung im Simulationsmodus erörtert, bei dem auch ohne reale Hardware trainiert werden kann. Schließlich wurde verdeutlicht, dass fortgeschrittene Nutzer die Möglichkeit haben, Ladder Logic zu programmieren und individuell an das Szenario anzupassen.
Die Veranstaltung zeigte eindrücklich, wie digitale Lernumgebungen die Berufsausbildung in der Chemietechnik unterstützen und Lernende optimal auf die Anforderungen der Industrie vorbereiten können.
REX-VET Verbindungs- und Fernzugriffstest der LC2030 Juni 2025
Ende Juni 2025 haben wir gemeinsam mit den Partnern des REX-VET Projektes einen Connection- und Remote-Test an der LC2030-Anlage durchgeführt. Anfangs gab es noch einige Verbindungsschwierigkeiten, die jedoch schnell behoben werden konnten. Der Test verlief insgesamt erfolgreich und hat die reibungslose Zusammenarbeit mit unseren Partnern bestätigt.
Expertenbesuch und Pilottests an der SBG Dresden im Mai 2025
Expertenbesuch und Pilottests an der SBG Dresden
Am 16. und 17. Mai fanden in Dresden wichtige Aktivitäten im Rahmen des REX-VET-Projekts statt: ein Expertenbesuch und fortlaufende Pilot-Tests zur Erprobung innovativer Lehr- und Lernmethoden mit Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) in der beruflichen Bildung. Diese Veranstaltungen sind ein entscheidender Schritt, um den Lernenden qualitativ hochwertige und authentische Trainingsmöglichkeiten zu bieten und ihre digitalen Fähigkeiten zu stärken.
Der Expertenbesuch und die Demonstration des REX-VET Systems (16. Mai)
SBG (Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH) hieß am 16. Mai Experten der Partnerorganisation Cogito willkommen, die an der Entwicklung der Augmented Reality (AR)-Benutzeroberfläche beteiligt sind.
Bei diesem Termin wurde das REX-VET-System im Physiklabor von SBG vorgestellt und demonstriert. Das System basiert auf einer physischen Hauptplatine, die verschiedene physikalische Experimente hostet. Die von den Schülern verwendete REX-VET-App (AR-Benutzeroberfläche) ermöglicht die Interaktion mit den Experimenten. Wenn ein Experiment ausgewählt wird, zeigt die App die relevanten Messpunkte an und blendet ein virtuelles Multimeter ein, das wie ein echtes bedient werden kann. Die von einem realen Multimeter gemessenen Werte werden über Kabel an die Hauptplatine und einen Microcontroller an die App gesendet und auf dem Display des virtuellen Multimeters angezeigt. Die Hauptplatine ist sogar in der Lage, das angeschlossene Experiment über Dioden mit einem Binärcode zu erkennen.
Es wurden verschiedene grundlegende physikalische Experimente besprochen und demonstriert, darunter die Kirchhoffschen Gesetze, Ohmschen Gesetze, Faradaysches Gesetz, Temperaturmessung (mit PT100-Sensor), Transformatoren, AC-Spannungsteiler (RLC-Schaltung) und Graetz-Brücke. Die Diskussion umfasste auch technische Aspekte und Herausforderungen, wie Netzwerk- und Verbindungsprobleme, Probleme mit der Stromversorgung oder der Benutzeroberfläche. Trotz kleinerer Schwierigkeiten während der Demonstration wurde ein repariertes Multimeter gezeigt, das nun funktionierte.
Der Pilottest des AR-Multimeter-Szenarios (16. & 17. Mai)
Im Rahmen der Pilot-Tests in Dresden wurde das Augmented/Virtual Multimeter-Szenario im Physiklabor ausführlich erprobt. Ziel dieser Tests ist es, die pädagogische Eignung der neuen Lernressourcen zu bewerten. Federico Gargiulo von Cogito war persönlich anwesend, um die Tests zu begleiten.
Die Auszubildenden des ersten Jahrgangs im Kurs "Physikalisch-technische Assistenz" (Physiklaboranten) im Alter von 16-19 Jahren nahmen an den Tests teil. Das Szenario ermöglicht es den Lernenden, ein Tablet oder Smartphone zu bedienen, auf dem ein Augmented Reality (AR) Multimeter erscheint. Sie können dieses AR-Multimeter manipulieren und gleichzeitig mit dem physischen Multimeter interagieren.
Ein zentrales Ziel der Tests ist es, mindestens 14 Fragebögen von den Lernenden zu sammeln, die sowohl die Benutzerfreundlichkeit als auch die Lernergebnisse bewerten. Jose Neri von Medusa Digital und die Teams von SBG und Ewers werden gemeinsam an der Erstellung dieser Fragebögen arbeiten, wobei für jedes Szenario ein separater Fragebogen vorgesehen ist.
SBG ist auch dafür verantwortlich, Videos zu drehen, die die Experimente dokumentieren. Dazu gehören Split-Screen-Videos, die den physischen und virtuellen Zwilling nebeneinander zeigen, sowie Videos, die die Zusammenarbeit von Auszubildenden (einer mit AR-Headset, der andere am physischen Zwilling) oder die Erklärung des Setups durch Lernende zeigen.
Nächste Schritte und Ausblick
Die Ergebnisse dieser Pilot-Tests sind von entscheidender Bedeutung, um die Lernziele und Arbeitsanweisungen für die Multimeter-Experimente zu definieren und zu verfeinern. Die gesammelten Rückmeldungen der Teilnehmer werden genutzt, um die Szenarien zu verbessern und die Entwicklung des begleitenden pädagogischen Leitfadens voranzutreiben.
Diese Tests tragen dazu bei, die digitale Transformation in der beruflichen Bildung voranzutreiben und die Auszubildenden optimal auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorzubereiten, indem sie authentische und vielseitige Trainingsmöglichkeiten mit Extended Reality (XR)-Technologien bieten.
REX-VET: Cyber-physisches Lernen mit Augmented und Virtual Reality
REX-VET setzt auf Augmented Virtuality, um interaktive und realitätsnahe Trainingsszenarien zu entwickeln. Diese Technologie verbindet die Vorteile virtueller und physischer Lernumgebungen, sodass Auszubildende mit digitalen Zwillingen arbeiten und dabei gleichzeitig das Verhalten ihrer realen Kolleginnen und Kollegen beobachten und beeinflussen können.
Das Projekt erprobt gezielt zwei Szenarien in Augmented Virtuality sowie ein Szenario in Virtual Reality.
Die LC2030-Station im erweiterten Virtualitätskontext
Bei der LC2030-Station handelt es sich um ein didaktisches System, das im Bereich der Steuerungstechnik eingesetzt wird. Sie bietet sechs geschlossene Regelkreise:
Niveauregelung mit regelbarer Pumpe
Durchflussregelung mit regelbarer Pumpe
Druckregelung mit regelbarer Pumpe
Niveauregelung mit regelbarem Ventil
Durchflussregelung mit regelbarem Ventil
Temperaturregelung
Über die Plattform von Medusa Digital können Lernende entweder über den Webbrowser oder mittels VR-Headset auf das LC2030-Szenario zugreifen und vollständig in das Erlebnis eintauchen. Zu Beginn erstellen sie eigene Kontaktplanprogramme zur Steuerung der Station. Danach wählen sie aus verschiedenen Übungen – etwa dem Heizzyklus der LC2030 – und verknüpfen ihr Programm mit dem gewählten Szenario.
Das Besondere: Es besteht eine direkte cyber-physische Verbindung zwischen dem virtuellen Modell der LC2030-Station und ihrem realen Pendant bei der SBG Dresden. Jede Handlung im virtuellen Raum wird im physischen Zwilling nachvollzogen – und umgekehrt. Neben dem Heizzyklus fordern weitere Programmieraufgaben die Lernenden dazu heraus, verschiedene Funktionen der Station kennenzulernen und anzuwenden.
In diesem Szenario interagieren Nutzer über Augmented Reality mit einem digitalen Zwilling des Tischmultimeters RIGOL 3068. Dank der Verbindung mit seinem realen Gegenstück entsteht ein immersives, cyber-physisches Lernerlebnis.
Zu Beginn scannt der Lernende einen Marker mit einem Smartphone oder Tablet, woraufhin das AR-Multimeter eingeblendet wird. Anschließend wählt der Nutzer eine Übung, etwa die Messung eines bestimmten Strom- oder Spannungswertes. Dafür wird das reale Multimeter mit speziellen Leiterplatten (PCBs) verbunden, die unterschiedliche Schaltungen enthalten – beispielsweise einen Spannungsteiler, eine RC-Schaltung oder eine OPV-Konfiguration.
Die Messaufgabe wird dann mithilfe des digitalen Multimeters in der AR-Anwendung ausgeführt. Die real gemessenen Werte werden dabei direkt über die Anwendung sichtbar und in Echtzeit dargestellt. Bildquelle: https://rexvetproject.com/rexvet-learning-scenarios/
Die Umreifungsmaschine in der virtuellen Realität
In diesem VR-Szenario lernen Nutzer den Umgang mit einer Umreifungsmaschine durch ein vollständig virtuelles Erlebnis. Die virtuelle Umgebung simuliert detailgetreu die Bedienung der Maschine, wodurch die Lernenden sicher und praxisnah die Handhabung und Abläufe trainieren können – ohne reale Gefahrenquellen.
Die Übung zielt darauf ab, technische Prozesse, Sicherheitsaspekte und Handgriffe rund um den Umreifungsvorgang zu vermitteln und gleichzeitig die digitalen Kompetenzen der Auszubildenden zu fördern. Bildquelle: https://rexvetproject.com/rexvet-learning-scenarios/
Vom 25. bis 29. November 2024 fand im Rahmen des REX-VET-Projekts eine entscheidende Trainer Mobility in Võru, Estland, statt. Diese Veranstaltung, die ursprünglich in Toulouse geplant war, wurde nach Võru verlegt, um den Lehrenden direkten Zugang zu einer realen Mechatronik-Produktionslinie bei EWERS zu ermöglichen und so eine praxisnahe Lernerfahrung zu gewährleisten. Rund zehn Lehrkräfte aus Estland (EWERS) und zwei aus Deutschland (SBG) nahmen an der Schulung teil und lernten von Experten der Partnerorganisationen Digijeunes, Medusa Digital und Cogito SRL. Ziel war es, die Lehrenden mit den innovativen Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR)-Lernszenarien vertraut zu machen und sie für den Einsatz dieser Technologien in der beruflichen Bildung zu qualifizieren.
Während der fünftägigen Schulung wurden die Teilnehmenden umfassend in die drei zentralen REX-VET-Lernszenarien eingeführt und konnten diese intensiv praktisch erproben. Dies umfasste das Augmented Virtuality (AV)-Multimeter-Szenario für die Physik, bei dem über ein Tablet oder Smartphone mit einem virtuellen Multimeter interagiert und gleichzeitig ein physisches Multimeter bedient wird. Weiterhin wurde das Virtual Reality (VR)-Szenario für die Chemie am LC2030-Prozesssimulator vorgestellt, das die Steuerung einer virtuellen LC2030-Station und gleichzeitig die Interaktion mit ihrem physischen Gegenstück ermöglichte. Schließlich wurde das VR-Mechatronik-Szenario an einer automatisierten Produktionslinie getestet, das den Lernenden ermöglicht, in einer virtuellen Umgebung Programmierungen vorzunehmen und reale Maschinen zu steuern. Die Experten erläuterten dabei die zugrundeliegenden Technologien wie AR, VR, AV, cyber-physische Verbindungen und Online-SPS-Steuerungen.
Die Trainer Mobility legte großen Wert auf die Interaktion und den Austausch zwischen den Lehrenden und den Technologieexperten. Die teilnehmenden Lehrkräfte führten praktische Experimente durch und diskutierten ausführlich den pädagogischen Wert und die Integration dieser neuen Tools in ihren Unterricht. Um die Lernerfahrung und die Benutzerfreundlichkeit der Szenarien zu bewerten, wurden von den Teilnehmenden Fragebögen und Zufriedenheitsumfragen ausgefüllt. Die während des Workshops gesammelten Rückmeldungen und Daten sind von entscheidender Bedeutung für die weitere Verfeinerung und Verbesserung der REX-VET-Lernszenarien und tragen maßgeblich zur digitalen Transformation in der beruflichen Bildung bei.
Im Januar 2024 fand in Dresden, Deutschland, das erste entscheidende Transnationale Projektmeeting (TPM1) des REX-VET-Projekts statt. Als Gastgeber fungierte die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH (SBG), die alle Partner des Konsortiums – darunter Digijeunes (Koordinator), Medusa Digital, EWERS (Võrumaa Kutsehariduskeskus) und Cogito SRL – willkommen hieß. Dieses Treffen markierte einen wichtigen Meilenstein für das auf 26 Monate ausgelegte Erasmus+-Projekt "Remote and distributed learning with Extended Reality in VET", dessen Ziel es ist, die berufliche Bildung durch den Einsatz von Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) zu revolutionieren und qualitativ hochwertige sowie authentische Trainingsmöglichkeiten in den Bereichen Chemie, Physik und Mechatronik zu schaffen.
Während des Meetings in Dresden standen wichtige Koordinationsaktivitäten und inhaltliche Abstimmungen im Vordergrund. Die Teilnehmer des Lenkungsausschusses nutzten die Gelegenheit, die Einrichtungen der SBG zu besichtigen und in direkten Austausch mit dem Personal sowie den Auszubildenden der Berufsbildungsinstitution zu treten. Ein zentraler Punkt war die detaillierte Planung der Entwicklung der drei Lern-Szenarien in Chemie (LC2030-Station), Physik (Multimeter) und Mechatronik (automatisierte Produktionslinie), wobei insbesondere die technischen Fortschritte und nächsten Schritte der Partner Medusa Digital und Cogito SRL beleuchtet wurden. Zudem wurde die Projekt-Timeline überprüft und Möglichkeiten zur Verbreitung und Kommunikation der Projektergebnisse auf externen Veranstaltungen wie der Learntec identifiziert.
Das Treffen trug maßgeblich dazu bei, die Zusammenarbeit innerhalb des multidisziplinären Konsortiums zu festigen. Es wurden gemeinsame digitale Tools und Kollaborationsinstrumente wie der freigegebene Google Drive eingeführt und deren Nutzung koordiniert, um einen effizienten Informationsfluss und die gemeinsame Aufgabenverwaltung zu gewährleisten. Die klare Aufgabenverteilung und die intensive Abstimmung in Dresden legten den Grundstein für die erfolgreiche Umsetzung der innovativen Lernansätze und stellten sicher, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand der Dinge waren, um die digitalen Bildungsressourcen optimal zu entwickeln und in der beruflichen Bildung einzuführen.
Projektstruktur & Partner
Koordination 1. DIGIJEUNES – Frankreich
Gesamtleitung, Qualitäts- und Finanzmanagement, europaweite Verbreitung.
Technologische Entwicklung
2. Medusa Digital – Frankreich Entwicklung der virtuellen Chemie- und Mechatronik-Szenarien sowie Bereitstellung der Cloud-Plattform für Fernzugriffe.
3. Cogito srl – Italien Entwicklung des erweiterten-Realität-Szenarios für Physik einschließlich elektronischer Schnittstellen.
Pilotierung und Didaktik
4. Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH (SBG) – Deutschland Koordination der Praxistests in Dresden, Anpassung an die Anforderungen der Chemikanten- und Physiklaboranten-Ausbildung, Schulung des Lehrpersonals.
5. Võrumaa Kutsehariduskeskus – Estland Durchführung der Pilotversuche im Bereich Mechatronik und Einbindung regionaler Betriebe für Feedback.
Assoziierte Partner 6. Industrie- und Forschungseinrichtungen stellen reale Geräte, Fachwissen und Netzwerke bereit, damit die virtuellen Trainings einen hohen Praxisbezug behalten und schnell in den Arbeitsalltag übertragen werden.